Motivation - Neues Jahr, neue Vorsätze?

Ich habe mir oft überlegt, warum es oft bei den Vorsätzen bleibt, warum sie nicht in die Tat umgesetzt werden. Einer der Gründe ist sicher, dass man von einem Vorsatz zu viel erwartet. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass vom Reden allein noch nichts passiert. Unsere Vorhaben, sportlicher und gesünder zu werden oder beruflich weiterzukommen, mehr Zeit mit wem-auch-immer zu verbringen, all das braucht ja nicht nur einen motivierten Gedanken, sondern auch ein in Aktion treten. Solange wir uns nur vorsagen, dass etwas eintreffen soll, schürt das unser Lebensfeuer, aber passieren tut deswegen noch gar nichts. Was fehlt, ist das „echte Feeling“.

Nimm mal einen deiner Vorsätze.  Wenn du dir dieses Ziel gerade erst kürzlich vorgenommen hast, wirst du vermutlich noch eine gewisse Motivation verspüren, eine Art Vorfreude, weil du das Ziel noch deutlich vor Augen hast. Wenn das nicht so ist, dann stell dir das Ziel jetzt und hier mal deutlicher vor. Wie schaut das aus? Was genau passiert mit dir, wenn du dies oder jenes erreichst? In den meisten von uns entstehen schöne Bilder. Es ist eine Art schöne-Zukunft-Galerie, die wir im Kopf besuchen, mit der Hoffnung, dass wir dies erreichen können.

 

Die richtige Perspektive

Was siehst du auf dem Bild? Siehst du dich selber darauf? Siehst du dich wie auf einem Foto oder in einem Film, der abläuft? Wenn du dich von aussen siehst, dann spring als erstes rein in dieses Bild, diesen Film. So. Das wäre schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Wenn du dich nämlich nur von aussen siehst, kannst du dich nicht so richtig mit dieser Situation, die du erreichen möchtest, identifizieren.

 

Ein Bild braucht Feuer

Ohne weitere und intensivere Aktionen wird aber auch dieses Bild nach 2, 3 oder 4 Wochen anfangen zu verblassen. Häufig gerät man in den Wirbel des Alltags. Stress, Hektik und der ganz normale Wahnsinn prasseln auf einen ein, oder einige fallen vielleicht in ihren gewohnten Trott, wo jegliche Form von Motivation flöten geht. Was wir dringend brauchen – zusätzlich zum Bild im Kopf – ist das Feeling. Nichts auf dieser Welt ist wichtiger für die echte Motivation als Gefühle. Sie sind unser Feuer im Allerwertesten, unsere Zugpferde, die Energie, welche in allen unseren Zellen freigesetzt wird, wenn wir wirklich etwas tun und nicht nur davon reden. Gefühle bringen Aktion. Aber wie kommen wir vom Denken ins Fühlen?

 

Feel it

Zunächst einmal, füge dich ins Bild von vorhin hinein. Setz dich dafür irgendwo hin, wo du ungestört bist und schliesse die Augen. Du bist jetzt in diesem Bild, du bist mitten drin. Als nächstes frage dich: Wie fühle ich mich in diesem Zielzustand? Wie fühle ich mich als Nichtraucherin? Wie fühle ich mich als beruflich weitergekommener Mensch? Wie fühle ich mich als besserer Vater/bessere Schwester/bessere Sportlerin (oder was auch immer du anstrebst)? Merke, wie sich dein Körper in diesem Zielzustand anfühlt. Ist er kraftvoll angespannt? Total relaxed und leicht wie eine Feder? Könntest du Bäume ausreissen? Achte dir, wie die Atmung in diesem Zustand ist, wie du gehst, stehst, wie sich deine Haut anfühlt. Wie siehst du die Welt um dich herum? Was hörst du, was riechst du? Wenn du mit allen Sinnen diesen Zielzustand wahrnimmst, dann kommst du immer mehr ins Fühlen. Und am Ende konzentriere dich auf das Positive, was du im Zielzustand erfährst? Ob es Glück, Zufriedenheit, Stärke ist – was auch immer – lasse dieses Gefühl so stark wie möglich werden. Und jetzt solltest du echt motiviert sein. Jetzt ist das kein Vorsatz mehr, sondern ein echtes Ziel. Wenn du noch nicht echt motiviert bist, dann ist dein inneres Bild noch nicht stimmig. Dann geh zurück, schliesse die Augen und mach es nochmal, bis du diese freudige Motivation spürst.

 

Wiederholung = Verankerung

Wichtig ist, dass du dieses Gefühl vom Zielzustand mindestens ein Mal täglich intensiv hervorholst. So erhöhst du deine Chancen, aktiv zu werden und alles zu tun, um dein Ziel zu erreichen. In unserem Hirn können sich Informationen über zwei Wege verankern: Über Gefühle und Emotionen sowie über Wiederholung. Wenn du beides für deine Ziele einsetzt, dann steht ihnen nichts mehr im Weg. Am besten fühlst du dich kurz vor dem Schlafengehen in den Zielzustand ein, denn was wir kurz vor dem Schlafengehen denken und fühlen, wird in den tiefen des Schlafes noch viel stärker verankert als anderes.

 

Stolperfallen

Noch ein letzter Tipp. Wie wir alle wissen, ist das Leben nicht immer vorhersehbar. Vielleicht gibt es auf der einen oder anderen Strecke zum Ziel ein paar Hindernisse, die in unserem Gefühl vom Zielzustand keinen Platz haben. Daher ist es ratsam, dass du dir zum Vornherein überlegst, was für Stolperfallen es geben könnte. Bist du dir der Stolperfallen nämlich bewusst, dann überraschen sie dich nicht fies und hinterrücks, sondern sie kommen eher träge auf dich zu, so dass du sie meistern kannst. Wenn du magst, kannst du dir auch schon im Voraus eine Art Schlachtplan aushecken und planen, wie du auf Hindernisse reagieren kannst.

 

Einmal ist keinmal

Ganz wichtig: Wenn es darum geht, eine Verhaltensweise zu ändern, dann predige dir schon zu Beginn, dass du nicht die Flinte ins Korn wirfst, wenn du einmal nicht danach gehandelt hast. Die jetzt-ist-eh-alles-zu-spät-Haltung ist ein wirklich gemeiner Trick unseres Unterbewusstseins, um wieder in die alten, gewohnten Bahnen zu kommen, wo sich nie was ändern wird. Klar, einmal-ist-keinmal gilt natürlich allzu oft.

 

Und wenn alle Stricke reissen, melde dich bei mir in der Praxis. Hypnosetherapie ist sehr geeignet, um Ziele zu erreichen und persönliche Veränderungen anzugehen.